Heute morgen wurden wir um ca. 10:20 Uhr mit der Meldung „Ereignis im Tunnel Eierberge“ zur Großübung in den Landkreis Lichtenfels alarmiert.
Am Gerätehaus warteten wir auf die Kameraden der Feuerwehr Wildenheid, mit der wir die Tunnelbasiseinheit (TBE) 6 Landkreis Coburg bilden. Währenddessen beluden wir den Gerätewagen Logistik mit den Geräten für den Tunneleinsatz.
Im Zug ging dann die Fahrt Richtung Tunnel Eierberge.
Die erste TBE der Feuerwehr Bad Staffelstein hatte bereits einen Erkundungstrupp in den Tunnel geschickt und es war schnell bekannt, dass sich ein Zug mit mehreren verletzten Personen in unserem Bereich befand. Wir wurden dann gemeinsam mit der Feuerwehr Wildenheid als Such- und Rettungstrupp eingesetzt und haben mehrere Personen befreit und über Notausgänge gerettet.
Da die Atemluft begrenzt und diese Arbeit sehr anstrengend ist wurden zur Unterstützung weitere TBE’s zu unserem Rettungsplatz beordert.
Somit wurden wir dann noch von den Feuerwehren Ebersdorf bei Coburg und Grub a.Forst unterstützt, anschließend hat noch eine weitere TBE aus dem Landkreis Sonneberg den Tunnel abgesucht und kontrolliert.
Auch die UG-ÖEL war an diesem Tag an der Übung beteiligt. Sie unterstützten die Übungsleitung bei der Durchführung der Übung im Hintergrund.
Alles in allem eine sehr gelungene Übung mit tollen Darstellern!
Am 02.09.2017 stand endlich die langersehnte Jugendübung der Jugendfeuerwehren des Stadtgebiets Neustadt an der Kultur.Werk.Stadt in der Bahnhofstraße an.
Mit dabei waren auch die Jugendfeuerwehr Sonneberg und das Jugendrotkreuz Neustadt, welche unserer Einladung gefolgt sind.
Der Feuerwehrhof ist voll gestellt
Alle trafen sich um 10 Uhr am Gerätehaus Neustadt. Nach einer kurzen Einweisung in die Übung, bei der natürlich nicht alles verraten wurde, haben die Jugendlichen sich auf die Fahrzeuge, welche sie sich selbst zugelost hatten, aufgeteilt. Hier wurden sie durch die Maschinisten und Jugendwarte auf den Fahrzeugen eingewiesen, das bei der Übung auch jeder Handgriff sitzt.
Einweisung in die Fahrzeuge und GeräteEinweisung in die Fahrzeuge und Geräte
Gegen 12 Uhr konnten wir alle gemeinsam Mittag essen machen, damit wir gestärkt in die Übung gehen konnten.
Um kurz nach 13:30 Uhr alarmierte die Leitstelle Coburg die Jugendlichen zum „Brand in der Kultur.Werk.Stadt in der Bahnhofstraße 22, mehrere Personen in Gefahr“.
Ersteintreffendes Fahrzeug, Florian Neustadt 11/1
Vom Gerätehaus Neustadt sowie verschiedenen Punkten im Stadtgebiet starteten die Fahrzeuge im minütlichen Abstand Richtung Bahnhofstraße.
Lageerkundung durch den „Einsatzleiter“
Am Einsatzort eingetroffen, konnte Einsatzleiter Jugendwart Stefan Hennecke, folgende Lage vorfinden. Im Untergeschoss war eine starke Rauchentwicklung auszumachen. Vom Hausmeister war zu erfahren, dass sich mehrere Kinder im Haus befinden. Diese waren zu einem „Seminar für Kinderfeuerwehren“ und einem „Bastelworkshop“ im Gebäude.
Einweisung in die Lage
Er gab an den Gruppenführer des LF 20/16 den Befehl, einen Innenangriff über einen Seiteneingang mit einem Trupp unter Atemschutz vom Löschfahrzeug der Feuerwehr Neustadt einzuleiten.
Vorbereitung auf den Innenangriff
Weiter wurde eine Wasserversorgung aus der Bahnhofstraße aufgebaut.
Wasserentnahme aus dem UnterflurhydrantVerlegen der Wasserversorgung
Ebenfalls sollte die Drehleiter in Stellung gebracht werden, um Personen aus dem Obergeschoss zu retten.
Einweisung der DrehleiterbesatzungPersonenrettung über die Drehleiter
3. Bürgermeister Martin Stingl, welcher sich in seinem Büro im 2 Obergeschoss befand, machte sich auch gleich bemerkbar und wurde über die Drehleiter gerettet.
Die nächst eintreffenden Feuerwehren Wildenheid, Sonneberg und Bergdorf sollten im Bereich hinter der Kultur.Werk.Stadt einen Löschangriff aufbauen, die Wasserversorgung aus der Feldstraße sicherstellen sowie im Gebäude Personen suchen.
Weitere Kräfte treffen ein, Feuerwehr WildenheidWeitere Kräfte treffen ein, Feuerwehr Sonneberg-MitteWasserentnahme in der FeldstraßeLöschangriff im hinteren Bereich der Kultur.Wer.Stadt
Die Feuerwehren Haarbrücken und Ebersdorf bei Neustadt unterstützten das Jugendrotkreuz Neustadt beim Aufbau des Zeltes, in dem die Geretteten betreut und versorgt wurden.
Gemeinsamer Aufbau des Betreuungszelts durch Jugendrotkreuz und FeuerwehrGemeinsamer Aufbau des Betreuungszelts durch Jugendrotkreuz und Feuerwehr
Danach wurden sie mit weiteren Trupps ins Gebäude geschickt und suchten nach den eingeschlossenen Kindern.
Rettung aus dem GebäudeRettung aus dem GebäudeVerletztenbetreuung
Für die Verkehrsabsicherung waren die Kameraden aus Fürth am Berg und Unter-/Mittelwasungen im Bereich der Bahnhofstraße eingesetzt.
Verkehrsabicherung
Im Verlauf der Übung, welche von vielen Bürgern sowie einigen Stadträten, MdL Jürgen W. Heike, 2. Bürgermeisterin Elke Protzmann sowie dem Bürgermeister der Stadt Sonneberg, Dr. Heiko Voigt verfolgt wurde, konnten 13 Kinder aus dem Haus gerettet, ein Brand in einer Toilette gelöscht sowie das Haus rauchfrei gemacht werden.
Ebenfalls machten sich die Kreisjugendwarte Oliver Rupp (LK Coburg) und Henry Schwarzer (LK Sonneberg), Stadtbrandmeister der Stadt Sonneberg Christian Schreiter und unser Stadtbrandinspektor Stefan Köhler ein Bild von der Übung.
SBI Köhler erklärte den Vertretern von Stadt (Nec und Son) und Landkreisführung (Co und Son) die Übung
Nach gut einer Stunde konnte die Übung als voller Erfolg beendet und alle Schläuche wieder aufgerollt werden. Nachdem die „Einsatzstelle“ aufgeräumt wurde, konnten alle Jugendlichen mit den Fahrzeugen zurück zum Gerätehaus fahren und die Fahrzeuge wieder Einsatzbereit gemacht werden.
Aufräumen nach der ÜbungWiederherstellen der Einsatzbereitschaft
Lobende Worte fanden bei einer kurzen Nachbesprechung SBI Köhler, 3. Bürgermeister Martin Stingl, welcher auch Grüße von Oberbürgermeister Frank Rebhan überbrachte und Jugendwart Stefan Hennecke. Er bedankte sich bei allen Jugendlichen und allen Helfern für die gute Zusammenarbeit und den reibungslosen Ablauf der Übung.
Anschließend gab es für alle noch einen Imbiss, bei dem neue Kontakte geknüpft und Freundschaften gefestigt wurden.
Gemeinsamer Imbiss nach der Übung
Ein Dankeschön geht hier noch an die Stadt Neustadt, welche uns die Kultur.Werk.Stadt zur Verfügung gestellt hat.